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Bundesfahrt 2004 PDF Drucken E-Mail

Hier ist das Tagebuch unserer Bundesfahrt 2004 Slowenien

Wir sind die Fahrtengruppe Slowenien 2004 vom Stamm Feuerreiter.

Michi, Thomas, Fabian, Martin und Dennis.

Im folgenden erfahrt ihr von unseren Erlebnissen im schönen Slowenien.

1. Tag Sa,31.7.2004

17.00 Uhr gemeinsames Treffen am Europaplatz.

Mit Gepäck, Karren und Verpflegung warteten wir auf unseren Bus.
Wir stellten uns einen klapprigen , alten Reisebus vor.
Hingegen kam ein moderner, in schwarz-metallic lackierter Reisebus, der sowohl über zwei Etagen, als auch über Klimaanlage, Fernseher und Toilette verfügte. Getränke und Würstchen wurden auch verkauft.
Die Anwesenden kehrten bei einem Zwischenstopp zünftig ein. Das äußerst ausgefallene Gasthaus hieß „Zum goldenen M“ oder so. Nach einer Mahlzeit mit Pommes und hamburger ging es weiter. Mittlerweile war ein weiterer Bus angekommen, der mit uns in Kolonne weiter fuhr. Die Fahrt zum nächsten Rastplatz verging mit einem Spielfilm.
In Holledau wurde ein zweites mal gehalten.
Dann tröstete uns der Film Calpirania über die Zeit hinweg.
Der dritte Halt war mit warten verbunden. Auf dem Rastplatz konnte man Pfadis finden soweit das Auge reicht. Immer mehr stießen hinzu. Die freie Zeit nutzten die Wetzlarer und wir zum gemeinsamen Bier trinken.
Als alle komplett waren ging es weiter. Mittlerweile zeigte die tropfende Digitaluhr 2 an(Jemand hatte oben Saft verschüttet.) und wir versuchten zu schlafen.

2. Tag

2. Tag So, 1.8.2004

Gegen 5.00 Uhr fuhren wir durch den Karavankentunnel und hatten Slowenien auch bald erreicht. Aus dem Fenster konnten wir Berge und viele Wälder sehen.
Vereinzelte Dörfer zogen an uns vorrüber. Markant für diese: Die Kirchen.
Jedes verfügte über bis zu drei dieser, immer gleich gebauten, Gebäude.
Ein fast zwiebelförmiger Turm, an dessen Spitze ein Kreuz befestigt ist und da angebaute Kirchenschiff. In Bled stiegen die ersten aus, darunter auch Wetzlar.
Es dauerte nicht mehr lange bis wir Ljubljana, die Hauptstadt Sloweniens erreichten.
Dort mussten wir in einen anderen Bus einsteigen, der nach Novo Mesto fuhr.
Ljubljana bot einen krassen Gegensatz. Die Wohnsiedlungen im äußeren Teil der Stadt waren im „gemütlichen“ Plattenbaustil und erinnerten an kommunistische Zeiten. Doch je mehr man in die Innenstadt fuhr, desto mehr moderne Gebäude, wie Bürohäuser tauchten auf. Baumärkte gab es auch viele (Obi, ...). Michi machte eine Bemerkung, die hier wörtlich Zitiert, das Land in ihrer Verwendung von Baumaterialien beschreibt: „Die verstehen was von Stahlbeton!“
Der Bahnhof im inneren der Stadt glich, trotz seiner zentralen Lage, einem alten (aus Kriegszeiten stammenden) Verladebahnhof.
Der Busfahrer, der uns nun weiter nach Novo Mesto brachte, war der Stimme nach ein deutsch Sprechender Inder. Er war aber höchstwahrscheinlich ein russland-deutscher Mitbürger, so entschieden wir.
Um 9.00 Uhr erreichten wir den Busbahnhof von Novo Mesto.
Es war Zeit auszuladen und zu frühstücken.
Wir schraubten den Karren zusammen, den Michi und Dennis gebaut hatten und beluden ihn mit Gemeinschaftsmaterial.
Das Tagesziel setzten wir, mit Blick auf die Karte fest: Doljenske Toplice.
Wir marschierten die Straße entlang. An einem Geldautomaten holten wir uns Geld und gingen weiter. Bald fanden wir einen Weg der linkerhand parallel zur Straße lief. Eine Abkürzung! (dachten wir zumindest)
In Wahrheit führte der Weg in eine Sackgasse, der wir nur entgehen konnten, da wir über ein Feld liefen. Ein netter Kerl hielt mit dem Auto auf dem Weg an und fragte uns, wo wir hin wollten. (er sprach nur slowenisch).
Wir kamen weiter in ein Dorf und der Kerl begrüßte uns freudig mit: „Vino, Schnaps?“
Darauf antworteten wir „Pivo!“ (Bier). Er hatte aber keines und so probierten wir einen Schluck seines Schnaps und nachdem wir unsere Flaschen mit Wasser aufgefüllt hatten gingen wir seiner sehr missverständlichen Wegbeschreibung nach. Prompt verirrten wir uns. Doch wieder half uns ein nettes Ehepaar aus. Sie gab uns etwas zu trinken und er führte uns in ein weiteres Dorf. Bis dahin war es ein langer Weg durch einen Wald über einige Kreuzungen. Als wir ankamen gab er uns eine gute Beschreibung, die uns weiterhalf und wir legten in der Hitze eine kurze Pause ein.

Weiter ging es durch Dörfer an der Landstraße entlang. Die sengende Hitze zwang uns zu regelmäßigen Pausen. Eine Kneipe ermöglichte uns einen Schattenplatz und wir kauften kalte Getränke, die wir glücklich tranken.
Weiter ging es langsam über die Landstraße. Mit den Kräften fast am Ende erreichten wir den Zielort: Doljenske Toplice.
Als wir den Ort betraten sahen wir viele Leute, in einem Schwimmbad, die sich vergnügten.
Gegenüber, auf der anderen Seite des Flusses legten wir uns unter einen Pavillon und aßen dort zu Abend.
Bald darauf begann es zu blitzen und donnern und es goss aus allen Löchern. Wir hatten also guten Grund zu bleiben. Auf dem gegenüberliegenden Platz holten wir uns Wasser.
Die Nacht über Gewitterte es noch fünf mal. Ein Security und ein Paar Jugendliche störten uns noch in unserer Ruhe, ansonsten verlief die Nacht ohne Störungen.

3. Tag

3. Tag Mo, 2.8.2004

Um 7.00 Uhr klingelte der Wecker. Das Schlafzeug wurde gepackt und die Getränkeflaschen samt Solardusche aufgefüllt.
In der Stadt kauften wir in einem Laden Postkarten, diese wurden beschrieben und verschickt.
Fabian und Dennis kundschafteten einen Laden aus, dessen Schaufenster mit überwiegend Damenkleidung behängt war. Dort kauften beide Nahrungsmittel und Getränke ein.
Um 10.00 Uhr öffnete die touristische Information und wir erhielten Auskunft über die Route des Fernwanderwegs E7.
Die weitere Strecke führte uns über Sela, Meniška vas nach Podhosta. Von dort aus über viele Wanderwege nach Laš?e.
Innerhalb unserer Strecke legten wir insgesamt 700 Höhenmeter zurück. Völlig erschöpft konnten wir eine Kneipe Eis kaufen und unser Trinkwasser auffüllen. Anschließend suchten wir auf einer Wiese, die an einem Berghang lag unseren Schlafplatz.
Erst herrschte blauer Himmel, dann zog ein Gewitter aus einem Tal heran. Dennis glaubte dies nicht und er war wütend, als alle zusammenpackten, um den Schlafplatz zu verlassen.
Im Dorf fanden wir erst keinen Platz, doch ein angetrunkener Bauer bot uns einen Schlafplatz an. Er hatte mit reisenden Radfahrern gefeiert und so teilten wir uns mit ihnen einen Stall.
Die Nacht über verbrachten wir also im Stroh. Warm, etwas zu warm, aber weich.
Spät in der Nacht gewitterte es so gewaltig, dass die Scheune bebte und , so schien es uns, fast zusammenbrach.

4. Tag

4. Tag Di, 3.8.2004

Wieder standen wir um 7.00 Uhr auf. Als wir die Scheune verließen, begrüßte uns der Bauer mit selbst gebrannten Schnaps. Anschließend genossen wir ein vorbereitetes Frühstück und trugen uns in sein Gästebuch ein.
Die Radfahrer erklärten uns in Englisch und Deutsch, wo unsere Route weitergehen sollte. Doch nur die Bauernfamilie konnte begreifen, welche Route wir wählen wollten.
Drei Stunden später ging es also auf nach Žužemberk. An einer Wiese nahe einer Brücke am Fluss Krka machten wir halt. Körperreinigung und Pause war angesagt. Später gingen Michi und Dennis in einen Laden der Innenstadt einkaufen.
Als wir beide den Laden verließen, trafen wir Pfadfinder aus Koblenz-Arenberg vom Stamm von Helfenstein. Sie erzählten uns, dass sie die selbe Strecke mit dem Bus gefahren seien.
Später kamen sie zu uns an den Fluss. Wir wateten durch das Wasser bis zu den Wasserfällen und Martin machte ein Foto von uns.
Fabian versuchte mit Power Baite (eklig stinkende Knete), Angelhaken, Schwimmer und Schnur, Fische zu fangen. Leider war dies nicht von Erfolg gekrönt.
Eine Zeit lang zogen Gewitterwolken auf und wir zogen uns zurück.
Doch als wir einen Ort am Fluss entdeckten, wo wir unser Lager aufschlagen konnten, waren die Wolken weg und der Himmel wurde blau.
Die Pfadisippe stieß zu uns und jeder kochte sein eigenes Süppchen (Wir hatten Kartoffeln J)
Eine halbe Stunde später kam eine weitere Sippe hinzu und so waren wir 21 Pfadfis. (5Feuerreiter + 16 Helfensteiner davon 6 Polarfüchse + 10 Wildkatzen)
Am Abend sangen wir Lieder zusammen und Tranken Tee.
Unsere Schlafstelle suchten wir uns diesmal unter freiem Sternenhimmel und wir hatten Glück, es regnete nicht.

5. Tag

5. Tag Mi, 4.8.2004

7.00 Uhr aufstehen. Wir packten unsere Sachen und liefen in die Innenstadt von Žužemberk. Dort füllten wir unsere Flaschen auf und kauften ein.
Dann marschierten wir mit unserem Wagen weiter.
Um zeit zu sparen liefen wir die Straße entlang.
Über Zagradec nach Krka. Entlang des Weges an einer großen Baustelle vorbei über neue Straßen. Der Himmel kündigte gegen Nachmittag Regen und Gewitter an. Wir hatten den Busbahnhof von Krka gerade erreicht, da begann der Schutt. Es blitzte und donnerte und goß wie aus Badewannen. Gullies liefen über und die Straße entwickelte sich zum reißenden Fluss. Als es endlich aufhörte verließen wir die Bushaltestelle, um uns einen Schlafplatz zu suchen.
Fabian und Dennis fragten nach und erst erhielten wir nur eine Tüte Kekse (die vorzüglich schmeckte), dann aber fanden wir einen platz.
Der Pfarrer hatte Tags zuvor bereits Pfadis beherbergt und so erhielten auch wir bei ihm einen Raum, den wir nach dem Abendessen (Käsespätzle) belegten.
Unsere Schlafsäcke stanken nach dieser Nacht erbärmlich nach modrigem haus oder einfach nach Kirche, wie wir fanden.
Ein erstes Bier für Michi und Dennis gab es auch (Nicht vom Pfarrer!)

6. Tag

6. Tag Do, 5.8.2004

Um 7.00 Uhr war wieder Zeit sich zu erheben. Alles wurde zusammengesucht und wir verabschiedeten uns vom Pfarrer. Dann ging es über gebirgiges Land weiter.
Von Krka über Ho?evje, Porikve, Rašica, Rob, Strletje nach Ma?ki.
In Ma?ki fragten wir einen Bauern, ob wir bei ihm in der Scheune übernachten könnten. Nach einigem hin und her wurde die Dorf-Connection klar gemacht und wir wurden mit dem Wagen auf dem Anhänger in zwei Autos nach Predgozd gefahren.
Am Ende des Dorfes befand sich eine Hütte, die für Gäste bereit stand. Das besondere war, dass sich die europäischen Wanderwege E7 und E6 kreutzten.
Der Spaß kostete uns 10.000 SIT (sprich: slowenische Tolar), aber wir hatten dafür richtige Betten, Toiletten, Dusche und warmes Wasser.
Auch Bier konnte erworben werden.
Nach dem Abendessen (reis mit Soße) legten wir uns ins Bett und schliefen recht zufrieden ein.

7. Tag

7. Tag Fr, 6.8.2004

8.00 Uhr aufstehen. Jeder nahm sich die Zeit zu duschen und wir konnten nach dem Spülen loslaufen.
Zavrh, Pikovo, Hiteno, Malni, Kremenca, Cajnarje, Topol, Selš?ek nach Begunje.
Dort legten wir vüööig erschöpft eine Pause ein und kauften Eis und Dennis, wie fast jeden tag einen Vanillepudding.
Dann ging der Gewaltmarsch weiter nach Cerknica. Wir suchten und wir fanden den Lagerplatz und durften dort übernachten.
Leider mussten wir aber feststellen, dass a) die Chronik verloren gegangen war
und, dass b) wir dort nicht für 2 Tage bleiben durften.
Trotz gedrungener Stimmung, waren wir nach dem Abendessen (Milchreis) ganz zufrieden und gingen zu Bett.

8. Tag

8. Tag Sa, 7.8.2004

Nach dem aufstehen und frühstücken begutachteten wir die sanitären Anlagen und frönten einer ausladenden Waschprozedur. Bei fließendem Wasser.
Danach nutzten wir die Zeit um unsere Kleidung zu Waschen. Darunter die Kluft (die weiße Salzspuren aufwies), stinkende Socken und T-Shirts usw.
Der Rest des Vor- und Nachmittags wurde mit warten auf die Wäsche verbracht und ein versuch gestartet einzukaufen. Martin und Thomas kehrten leider erfolglos zurück, da der Laden bereits geschlossen hatte.
Am Nachmittag zogen wir weiter Richtung Innenstadt und fanden dort einen weiteren Markt, der offen hatte.
Wir hatten die Ehre Teamer der BuFa zu ihrem Lagerplatz zu schicken, da sie den Weg nicht fanden. Weiter ging es zum „See“ Cerknicas (sprich: Zerkniza).
Das Besondere an diesem Teilzeitsees war , dass er im Winter Wasser hatte und im Sommer eine Sumpflandschaft mit wenig Wasser (oder großen Pfützen) hinterließ.
An der Grenze zum Sumpf fanden wir einen kleinen Pfad der in den Wald hinein führte. Dort ließen wir uns nieder. Wir fanden eine Feuerstelle und Holz vor. Die Kothe errichteten wir daneben.
Es war das erste Mahl, das wir mit Feuer zubereiteten. (Spaghetti mit Tomatensoße)
Am Abend musste es leider wieder eine schlechte Nachricht geben. Martin hatte Kopfschmerzen und Heimweh und wollte sich holen lassen.
Doch nach einigen Telefonaten wollten wir es nocheinmal versuchen. Michi und Dennis setzten sich noch ans Feuer, die anderen gingen zu Bett. (Das Beil gab zu dieser Zeit auch seinen Geist auf.) Beide folgten eine Stunde darauf.

Es wurde eine lange Nacht. Die Mücken feierten eine Blutsaugerparty; das Gewitter einen Regen- und Donnertanz.

9. Tag

9. Tag So, 8.8.2004

Erst begutachteten wir die Umgebung und stellten fest, dass das neue Zelt dem Regen wunderbar standgehalten hatte.
Danach wurde gefrühstückt und abgebaut.
Wir marschierten wieder durch den Sumpf und gingen wieder Richtung Lagerplatz Cerknica.
Dort wurde Martin zum Lagerplatz gebracht und Fabian, Michi und Thomas warteten unter einem Carport an einer Brücke in der Nähe. Dennis und Martin gingen zum Lagerplatz.
Der Lagerarzt stellte leichtes Fieber fest und Martin musste zur Beobachtung dort bleiben. Der Rest sollte weitergehen. Also warteten Fabian, Michi, Thomas und Dennis an der Brücke unter einem Carport, genossen Suppe mit Nudeln und Brot.
Am Abend ging es weiter durch den Wald Richtung Postojna.
Leider fanden wir keinen geeigneten platz. (oder zum Glück)
Daher wurde ein Mann gefragt, bei dem wir oben im Stall übernachten durften.
Nach dem Abendessen, wir testeten Zimt und Zucker auf Weißbrot, kam der Sohn mit zwei pappkisten. Der inhalt je eine warme Pizza. Dazu eine Flasche Eistee und eine Dose Radler.
Dann ging es zu Bett. Im Heu, weich und warm.

10. Tag

10. Tag Mo, 9.8.2004

Wir standen auf und frühstückten. Die Wasserflaschen wurden aufgefüllt. Es ging zurück nach Cerknica. (Wir waren in Dolenja Vas).
In einem großen Markt kauften wir Essen ein und konnten ein Buch erstehen, das für die neue Chronik dienen sollte. Wir pausierten vor dem Markt, als das Handy klingelte.
Wolfgang Keller, der Vater von Martin war dran. Er teilte uns mit, dass er sich am Lagerplatz befände. Also zurück zum Lager. Der Kinderausweis wurde übergeben und unsere Rucksäcke gepackt, da eine Schweißnaht an der Karre gerissen war.
Den Karren durften wir in der Fünferjurte parken. Es ging zu Fuß weiter. Wir gingen zurück, am Hof der „Pizzafamilie“ vorbei, (Dolenja Vas) in den Nationalpark Rakov Škocjan.
Hier stießen wir auf eine Schlucht, in der sich viele Höhlen befanden.
Riesige Bäume ragten in die Luft und ein glasklarer Fluss schlängelte sich zu deren Füßen durch die Höhlen. Eine kleine Steinbrücke führte darüber. Nachdem fotos geschossen und die Höhlen erkundet waren, ging es weiter.
Ein Waldweg mündete direkt auf eine Parallelstraße, die an der Autobahn entlang ging.
Wir erreichten Postojna und kauften dort in einem 24-Stundenladen ein.
Dann liefen wir weiter durch die Stadt Richtung Postojnska jama und fanden in der Nähe der Parkplätze eine Lagerstelle.
Dort machten wir Feuer und bauten mangels Material eine Dackelgarage auf.
Es gab Spaghetti mit Fleischsoße und wir ließen das Feuer noch eine Weile an, um den Mücken zu entgehen. Dann gingen wir zu Bett.

11. Tag

11. Tag Di, 10.8.2004

Wir standen auf und bauten unser Zelt ab. Neun Uhr war gerade verstrichen.
Unser Ziel war heute Postojnska jama (Postojna Höhle).
Auf dem weg zur nahe gelegenen Kasse, spürten wir die extreme Präsenz von Touristen. Hotels, Läden, Stände, Werbung usw. säumten den Weg und auch viele verschiedene Sprachen kamen uns zu Ohren. (Besonders viele Italiener)
An der Kasse angekommen versteckten wir die Rucksäcke um die Ecke und Dennis kaufte Karten. Insgesamt gaben wir rund 45€ für diesen kleinen Einkauf aus.
Dann galt es eine halbe Stunde zu warten.
Es ging los. Zu Fuß betraten wir einen unterirdisch gelegenen Bahnhof, wo bereits zwei Züge warteten. Die Anhänger waren jeweils mit vier Sitzreihen versehen, in der zwei Leute, wie auf einer Bank platz nehmen konnten.
Die Bahn fuhr an. Durch Höhlen und Gänge, die so niedrig waren, dass man aus Angst den Kopf einzog. Kalter wind kam uns entgegen. An den Seiten konnte Tropfsteine und Säulen in vielen verschiedenen Farben und Formen erkennen.
Die Geschwindigkeit nahm ab, bis wir ganz zum stehen kamen.
Der Halt fand an einem zweiten Bahnhof statt.
Wir stiegen aus und stellten uns hinter ein leuchtendes Schild, auf den „Deutsch“ aufgedruckt war. Nach einer Weile wendete sich uns ein netter, junger Mann zu, der für die Deutsche Gruppe, darunter auch Holländer, die Führung übernahm.
Er erklärte uns interessante Dinge. Die Höhle hat immer eine konstante Temperatur von 8°C. Im Sommer strömte die warme Luft aus, im Winter die kalte ein.
Die Höhle streckt sich über 20 km und ist damit die 3. größte Höhle Europas und die größte Sloweniens. Ihre Gänge verteilen sich auf 3 Etagen, der tiefste Punkt liegt auf 120m tiefe.
Die Höhle wurde ursprünglich zur militärischen Nutzung erforscht und diente beispielsweise als Munitionslager. Wir gingen weiter und unser Führer erklärte weiter, wie alt viele Tropfsteine sind. Im Schnitt benötigt ein Tropfstein 10 Jahre um 0,1-1mm zu wachsen.
Die Farbe der Steine ist auf das Wasser zurück zu führen. Kalkhaltiges Wasser bedeutet weißen Stein, eisenhaltiges roten, kohlehaltiges schwarzen Stein usw.
Es ging weiter über die Russische Brücke durch die Höhle in unterschiedliche Räume. In einem Becken bekamen wir sogar Grottenolme zu Gesicht.
Wir fuhren hinaus mit dem Zug und besuchten anschließend das Proteus-Kino.
Dort wurde ein Film über die Entstehung der slowenischen Höhlen gezeigt.
Wir gingen von dort aus in eine Höhle, wo Höhlentiere in Aquarien und Terrarien waren.
Nach der Besichtigung machten wir uns in nach Predjamski Grad (Burg Predjama) auf. Diese Burg wollten wir am nächsten tag erreichen. Bereits nach Veliki Otok fanden wir eine stelle im Wald, wo wir pausierten. Nach einiger suche fragten wir einen Mann, der gerade Balken mit Farbe lackierte, ob wir auf seinem Grundstück unser Zelt aufschlagen dürften. Er bot uns an, seine Küche zu nutzen und Wasser zu tanken.
Wir sprachen den Abend mit ihm und er sagte uns, dass sein Sohn Casper, Chef der slowenischen Taborniki (Pfadfinder) sei.
Wir unterhielten uns lange auf Englisch und so kamen wir auf die Höhlen zu sprechen. Er sagte uns es seien viele Höhlen in ganz Slowenien. In der Nähe (400m entfernt) läge noch eine Höhle, und er führte uns dorthin.
Vor dieser Höhle war eine Lichtung, auf der ein junger Mann trainierte (Ninjutsu).
Dieser gab uns die Telefonnummer seines Freundes, der Höhlenführer war.
Als wir ihm von der Burg erzählten, lächelte Vojko Jurca (so sein Name) und lud uns dorthin ein. Es stellte sich heraus, dass er Führer war und sagte uns er würde uns hineinlassen, wenn wir an der Kasse nach ihm fragten.
Wir bedankten uns bei ihm und gingen zurück zu unserem Gastgeber.

Als es dunkel wurde legten wir uns in unser Zelt und schliefen ein.

12. Tag

12. Tag Mi, 11.8.2004

8.00 Uhr aufstehen. Die Ehefrau des Besitzers hatte frühstück eingekauft. Brot, Eier, Milch, Kakaopulver, Butter, Honig (selbst gemacht) und Pfirsiche. So konnten wir ein gutes Frühstück genießen. Nach Abbau und Waschen ging es los. Die Rucksäcke hatten wir hinter dem Haus abgestellt und mit einer Plane zugedeckt. Es waren 8 km bis Predjamska Grad.
In einem Laden in Predjama gab es Eis und Getränke und dann ging es in die Richtung der Burg.
Die Burg war in einen Felsen eingebaut und machte einen romantischen Eindruck.
Wir gingen zur Kasse und fragten nach Vojko Jurca. Die Dame telefonierte kurz und es dauerte nicht lange, als er von der Burg herunter kam. Zusammen betraten wir die Burg und er drückte uns zwei Hefte in die Hand. Von oben schauten wir ins Tal. Im V. Stockwerk konnte man eine Höhle betreten. Das Gebäude war durch seine Konzeption sehr interessant. Leider war sie nur ein Nachbau von ehemaligen Trümmerstücken.
Als wir die Burg verließen, fragten wir Vojko, ob wir uns die Höhle anschauen könnten.
Er sagte um 14.00 Uhr würde er die nächste Führung machen und wir seien eingeladen. Erst erhielten wir Taschenlampen, dann gingen wir durch die Höhle mit ihm und einem anderen Führer. Dann trennten wir uns und liefen mit dem deutsch sprachigen Führer.
Wir liefen durch ein abenteuerliches Gebiet. Oft mussten wir uns ducken um nich gegen die Decke zu stoßenm Manchmal flogen Schwärme von Fledermäusen über uns.
Als wir die Höhle verließen, hingen sie direkt über uns.
Wir bedankten uns im Anschluss bei Vojko (mit 10€) und liefen zurück.
Im gleichen Laden wie vorher kauften wir ein und gingen zur Höhle zurück, die wir tags zuvor gezeigt bekommen hatten.
Nach dem Essen kam Vojko wieder an diese Stelle zurück, um zu trainieren.
Er fragte, ob wir mit ihm üben wollten, doch all außer Dennis machten länger mit. Beide trainierten Ninjutsu. Als es dunkel wurde verabschiedete er sich und auch wir legten uns ins „Bett“.

In der Nacht kamen Wildschweine und anderes Getier bis ans Zelt und aßen dort.

13. Tag

13. Tag Do, 12.8.2004

Nach dem Packen liefen wir nach Postojna. Auf der Wiese, wo wir die 10. Nacht verbracht hatten, hatten sich nun viele Kothen und Pfadfinder versammelt.
In Postojna kauften wir ein und gingen dann zum Bahnhof.
Um 10.53 Uhr kam ein Bus nach piran. Wir fuhren mit.

Dort angekommen strahlte uns die Sonne entgegen und der geruch von Meer flog uns in die Nase.
Der Bus hielt direkt am Meer und so liefen wir nur ca. 5 m.
Nach dem bad im erfrischenden Nass, duschten wir alle nacheinander im Yachtclub um die Ecke.
Dann gingen erst Michi und Dennis, dann Thomas und Fabian in die Stadt.
Dort liefen uns viele Pfadfinder über den Weg.
Wir fragten einige, wo sie übernachten wollten und sie sagten uns, dass auf dem Berg ein Lagerplatz von slowenischen Pfadfindern sei.
Fabian und Thomas hatten Deutsche Zeitungen entdeckt. Eine „Welt“ und eine „Bild“.
Wir diskutierten, ob wir nun in Piran bleiben sollten, oder nicht.
Zwei Pfadfinder erzählten uns, dass am Tag zuvor 80 Pfadfinder übernachtet hatten und alles voll und teuer sei, also fuhren wir am Abend zurück.
In Postojna angekommen legten wir uns auf die Wiese nahe den Parkplätzen bei Postojnska jama. Neben uns eine Gruppe Plejaden.

14. Tag

14. Tag Fr, 13.8.2004

Wir standen auf, es hatte übernacht geregnet. Die Planen unseres „Drachens“ wurden zusammengepackt.
Von den Plejaden erfuhren wir, dass auf dem Abschlusslager bereits eine Fahrt in die Hauptstadt geplant war, also verwarfen wir die Idee an diesem Tag dorthin zu fahren.
Der Vorschlag, Pause zu machen und nach Rakek mit dem Zug zu fahren, hörte sich hervorragend an und war somit angenommen.
Wir liefen in die Stadt (Postojna) und kauften Frühstück ein.
Eine weitere Gruppe von Plejaden begegnete uns auf dem Weg.
Bei ihnen verbrachten wir die Zeit bis es mit dem Zug weiter ging. Zwischen durch gingen Michi und Fabian zum Bahnhof, um die Zeiten abzufragen, an denen unser Zug kommen sollte.
Zum Mittagessen kauften sich Thomas, Michi und Fabian Pizza, Dennis Hähnchen und Pommes.
Der Zug fuhr gegen 14.00 Uhr ab, mit uns waren auch andere Pfadis, die ähnliches geplant hatten.
In Rakek angekommen, gingen wir einkaufen und liefen danach auf einen Platz, wo von weitem schon Kothen zu sehen waren.
Kaum hatten wir den Platz erreicht begrüßten uns auch schon die Polarfüchse vom Stamm von Helfenstein.
Nach einigem hin und her entschlossen wir uns, die Kothe aufzustellen und aßen auch schon bald zu Abend.
Wir unterhielten uns noch mit den Polarfüchsen, Dennis schrieb an der Chronik weiter, bis der Schutt begann.
Es goß aus allen Rohren. Die ganze Nacht über. So setzten wir uns in die Kothe, zündeten teelichter an und gingen auch kurze Zeit später schlafen.

15. Tag

15. Tag Sa, 14.8.2004

8.00 Uhr aufstehen. Wir packten unsere Sachen und bauten ab.
Die meisten schliefen noch, als wir das Lager, mit Rücksäcken bepackt, verließen.
Wir kauften Sachen zum frühstücken und zum Abendessen.
Dann setzten wir uns erst einmal vor den bahnhof und aßen genüsslich.
Ein besoffener, komischer Kerl tauchte, wie aus dem Nichts, auf und stellte ( in deutscher Sprache) Fragen. Woher? Wohin? usw.
Er warnte uns noch, mit dem Finger auf Fabian zeigend: „Hier gefärlisch!“
Es sollte wahrscheinlich eine Drohung sein, denn er kam wieder und sagte, es sei nur Spaß gewesen. (und wollte noch mal das Selbe hören).
Dann machten wir uns weiter Richtung Rakov Škocjan.
Ein wunderbarer Pfad führte uns genau dorthin.
O.K., es wäre laut Karte so gewesen, doch leider stimmte Theorie und Praxis bekanntlicher maßen nicht überein und so mussten wir uns ca. 1km durch den Wald schlagen, um einen kleinen Weg zu finden, der so bewachsen war, dass er kaum zu erkennen war.
Dann ging es doch weiter und bald erreichten wir Rakov Škocjan, wo wir den Nachmittag verbrachten.
Zeit für Höhlenerkundung und Pausieren war somit geboten.
Abends aßen wir noch Nudeln mit Soße und machten uns weiter Richtung Pizzafamilie. Auf dem weg lag ein Fußballplatz. Dort bauten Fabian und Thomas eine Kothe, während Michi und Dennis Getränke einkauften.
Die Nacht begann mit Kerzen und Radiomusik und verlief ohne Zwischenfälle.

16. Tag

16. Tag So, 15.8.2004

Juchu!!! Anreisetag.

Nach dem Aufstehen ging es über ca 3 km nach Cerknica. Auf einer Wiese 50m entfernt machten wir Halt und kauften in der Stadt Essen ein.
Im Vernichten dieses essens lag auch unsere weitere Aufgabe.
Nur gestört durch Sonnen oder Schlafen oder gar nichts tun.
Denn die Anreisezeit lag zwischen 15.00 und 17.00 Uhr.
Von unserer Position (auf der Wiese liegend) zogen Pfadigruppen an uns vorbei. Viele bekannte Gesichter waren auch darunter.
Kurz vor 15.00 Uhr ging es weiter. Wir warteten 17 Minuten und dann begann der Run.
An der Anmeldung gaben wir Anzahl und Namen an und bekamen im Gegenzug Bögen, auf denen wir uns AG’s einwählen konnten.
Dann brachte uns ein Teamer (sein Name war Helmut) auf den hinteren Platz, hier bekamen wir die Regeln erklärt und durften uns einen Lagerplatz aussuchen.
Die kothe wurde aufgebaut, eine Feuerstelle samt Holz eingerichtet und eine Wäscheleine, Tassenhalterung und ein Parkplatz für unseren FR1 (Handkarre) gebaut.
Um 17.00 uhr gab es eine Einweisung für die Köche.
Fabian übernahm den Job. Die Essensausgabe folgte.
Um 18.00 Uhr fand das Treffen für Sippenführer statt. Dennis war hier gefordert.
Auf dem Treffen wurden Regeln erläutert und der Ablaufgeklärt.
Eine Aufgabenliste ging herum. Feuerreiter war am Montag mit Holz machen dran.
Die Liste mit dem Wünschen wurde auch abgegeben.
Dann wurde zu Abend gegessen.
Es gab darauf einen Jurtenabend, auf dem sich jeder (vom BuFa-Team) vorstellte und danach eine Erzählrunde für Fahrtenerlebnisse.
Wir gingen auch bald ins Bett und ließen alles noch einmal an uns vorüber ziehen.
Die Nacht wurde sehr kalt und alle frohren.

17. Tag

17. Tag Mo, 16.8.2004

Der Morgen begann mit Frühstück holen und Frühstücken. Es Gab Brot, Käse, Salami, Margarine, Streichkäse, Nutella, Gele, Milch, Müsli, Kakao, Obst, Joghurt und für den der wollte auch Pulver für Löskaffee. Alles in allem eine große Auswahl.
Nach dem Frühstück wuschen wir uns an den Waschstellen.
Mit einem Lied und dem Hissen der Fahne begann die Morgenrunde und Hydra, die Leiterin der Bundesfahrt, sagte im Anschluss ein paar freundliche Begrüßungsworte. Dann ging es im Anschluss in die AG’s.
Wir hatten im Frühstückskorb unsere gewählten Arbeitsgruppen erhalten und für uns war heute eine gemeinsame Sippenaktion geplant. Wir gingen zur Schmiede.
Mit anderen Pfadfindern aus Ramstein ging es los. Wir liefen durch den Wald nach Begunje. Dort wurden wir von einer älteren Dame begrüßt, die uns über einen Pfadfinder, der slowenisch sprach mitteilte, dass es noch etwas dauern würde, bis ihr Mann käme.
Sie entschädigte uns mit Pflaumen aus ihrem Garten.
Kurze Zeit später erschien ihr Mann. Ein ca. 70 Jahre alter Herr im Blaumann hieß uns willkommen und führte uns in eine Scheune. Hier standen vielerlei Maschinen und auch Eine Feuerstelle im hinteren Teil des Raumes. In der Mitte ein Amboss. Er erklärte uns jeden Gegenstand und sagte, dass sein Vater 1916 bereits hier geschmiedet habe. Dann feuerte er den Ofen an und begann teile zu schmieden. Es waren zwei Haken an jeder Seite des Eisens zu erkennen. Wie er uns später erklärte, dienten sie als Verbindungsstücke zwischen zwei Teilen der Pferdekutsche. Dann schmiedete er ganz schnell aus einem alten Stück Eisen Nägel, die ebenfalls dazu dienten eine Karre oder Kutsche zu bauen. Heute hat er so gut wie keine Aufgabe mehr und führt seinen Beruf als Hobby fort. Früher jedoch standen in der kleinen 15qm großen Schmiede bis zu vier Arbeiter, die unter einer Affenhitze über 12 Stunden am Tag arbeiteten.
Nach seinen Erklärungen und einem kleinen Rundgang, schärfte er unsere Messer mit einer Schleifmaschine an und schärfte sie mit einem Schleifstein nach. Wir bekamen jeder von ihm einen Nagel geschenkt, den er noch zum Beschlagen von Pferden im Reitsport nutzte. Wir bedankten uns bei ihm und gingen zurück zu Lagerplatz.
Dort angekommen begannen wir unseren Lagerdienst anzutreten. Dennis schlug mit der Axt Holzscheide in Stücke und die anderen trugen sie in Wannen in die 5erjurte.
Wir beendeten unsere Arbeit gerade pünktlich zum Abendessen.
Erst gab es aber wieder das Sippenführungstreffen, anschließend konnte aber reingehauen werden. Spaghetti Carbonara gab es für alle.
Um 20.00 Uhr begannen dann die Großspiele. Viele unterschiedliche Spiele wurden angeboten. British Bulldog erfreute sich hier der größten Beliebtheit.
Nach der Abendrunde gingen alle zu Bett und wir schliefen, müde vom vorangegangenen Tag ein.

18. Tag

18. Tag Di, 17.8.2004

Heute war Frühaufstehertag. Alles begann eine halbe Stunde früher, als am vorangegangenen Tag. 6.30 Uhr Wecken. Nach den Frühstück (Wir hatten das Gefühl das Brot würde immer härter werden), ging es mit fertig gepackten Sachen zur Morgenrunde. Dort wurde der Tagesablauf erklärt und schon konnte es losgehen. Die Busse warteten schon am Bahnhof auf uns. Wir stiegen ein und auf ging es nach Ljubljana. Es dauerte nach alzulange, da kamen wir schon in die Innenstadt. Ganz gegen unseren ersten Eindruck von der Hauptstadt, präsentierte sie sich diesmal von ihrer besten Seite .Am Park Zvezda stiegen wir aus. Dort erhielten wir nähere Instruktionen, wie es weiter gehen sollte. Um 12.00 Uhr sollten wir uns am Denkmal vor der Franziskaner Kirche mit slowenischen Pfadfindern treffen, die uns zu einer Führung eingeladen hatten.
Vorher blieb aber genügend Zeit um wieder mal im Gasthaus „Zum goldenen M“ einzukehren.
Es blieb sogar noch Platz in unserer Planung um uns die Kirche von innen zu betrachten.
Die Pfadfinder erwarteten uns. Wir gingen in der ersten Gruppe mit. Zwei Jungen führten uns.
Erst liefen wir an der Universitätsbibliothek vorbei, dann an der Kunst und Naturwissenschaftsakademie vorbei.
Wir überquerten die Schusterbrücke, die ihren Namen von den, im Mittelalter, auf der Brücke arbeitenden Schustern hatte. Rechter hand erreichten wir das Rathaus und schauten uns die größte Kathedrale Ljubljanas an, die St. Nicholas Kathedrale.
Es ging über die Drachenbrücke bis kurz vor unseren Ausgangspunkt. Hier aßen wir, laut unseren Führer, das beste Eis Sloweniens. (Es war gut, hervorragend war die Größe und der Preis.)
Jetzt durften wir noch das Parlament Sloweniens bewundern, bevor wir zurück vor die Franziskanerkirche kehrten.
Von hieraus bedankten wir uns bei unseren Führern und gingen auf eigene Faust los. Ljubljanski grad besichtigten wir und ruhten uns vor ihren Mauern aus. Sie überragte die Stadt und bot eine hervorragende Aussicht.
Nach langer Pause machten wir uns wieder auf und gingen indie Stadt. Dort erstanden wir in einem großen Kaufhaus deutsche Zeitungen und kamen pünktlich wieder zu Treffen beim Park an.
Es ging mit den Bussen zurück. Dann fanden Sippenführertreffen und Essensausgabe statt.
Gleichzeitig begann der Sippenbegegnungsabend. Wir hatten die Sippe Orion vom Stamm Oberon gezogen. Die Sippe war zwischen 13 und 14 Jahren alt. Fioni, Isebell, Flipper und Urmel waren ihre Namen. Wir kochten zusammen und unterhielten uns. (Es gab Kartoffeln mit Gemüse und anschließend Obstsalat.) Trotz des alters verstanden wir uns sehr gut und die Verständigung klappte noch besser, als wir uns Witze erzählten.
Es wurde stock dunkel und kühl und wir trennten uns von unserer Partnersippe.
Alle außer Dennis legten sich zu Bett. Er ging zum Abschlussabend und anschließend mit Lagerarzt Markus und anderen R/R’s zur Ranger-Rover-Wache.
Erst um 4.00 Uhr nachts kehrte er zurück und legte sich zu den anderen.

19. Tag

19. Tag Mi, 18.8.2004

Auch am heutigen Tag mussten wir früh aufstehen. 6.30 Uhr schallte wieder der Weckruf.
Dem folgte das Frühstück. Das Brot war mittlerweile Härter den je. In der Morgenrunde wurde eine Geschichte erzählt. Ein König beklagte sich über die schlechte Wirtschaft seines Landes. Wir wurden zu einem Zauberer ausgeschickt, um von ihm die Lösung des Problems zu erfahren.
Also machten wir uns mit anderen auf den Weg nach Rakov Škocjan, dem Nationalpark.
Dort gingen wir in einen Felsspalt und erhielten von einem Zauberer, die Deutung seines magischen Schafes erklärt. „Baut Brücken!“, hieß es. Also gingen wir zum nächsten Posten.
Unsere Aufgabe war es, einen unserer Leute in eine Höhle tauchen zu lassen, die anderen sollten in Sichtweite eine Kette bilden, die an unserem Posten endete. Der Junge , der in die Höhle getaucht war, gab eine Nachricht mit einem Fahnenalphabet weiter.
Wir mussten sie entschlüsseln. (Lösung: „Heiß spülen nicht vergessen!“)
Nach mehr oder weniger prächtig bestandener Prüfung gingen wir weiter.
Jetzt durften wir eine Pause einlegen. Es gab Melone, Äpfel und Getränke. Wir gingen weiter und kamen an den nächsten Posten. Hier wurde uns die Aufgabe gestellt uns nach unserem Alter zu ordnen, indem wir über einen Baumstamm balancierten. Als uns dies nicht gelang, mussten wir einfach so von einer zur anderen Seite laufen, ohne herunter zu fallen.
Am letzten Posten gab es eine lustige Aufgabe. Es galt eine Brücke über das Wasser zu bilden. Wir mussten Fabian trocken auf die andere Seite bringen. Wir reichten ihn von Arm zu Arm, denn wer ihn hatte musste stehen bleiben. Leider ging es an einer Stelle im matschigen Fluss sehr tief und so ging Fabian samt Michi unter.
Wir warteten eine Weile bis wir getrocknet waren.
Dann kamen wir zu einem vierten Posten. Der König des Nachbarlandes bedankte sich bei uns und schickte uns zur Schatzkammer, um uns Gold zu nehmen.
Nachdem wir uns an einer Stelle Essen und Trinken nahmen, gingen wir gestärkt an eine Felswand. Dort klebten wir eine Brücke aus Steinen an die Wand.
Dann war es geschafft und es ging zurück ins Lager
Wir wollten kein Abendessen machen und unseren Abschlussabend feiern, also gingen wir in die Stadt, um Pizza zu essen. Satt kehrten wir zurück und legten uns bald zu Bett, nur Dennis ging noch in die Jurte, um zu singen.

20. Tag

20. Tag Do, 19.8.2004

Heute durften wir länger schlafen. Nach Frühstück und Morgenrunde ging es in die AG’s.
Fabian ging zum Floßbau, Michi bereitete das Bundesfeuer vor, Thomas zur Lagerzeitung und Dennis nahm am Debattierclub teil.
Den restlichen Tag über wurde gefaulenzt.
Am Abend begann der Singewettstreit, der mit hervorragenden Beiträgen glänzte.
Anschließend wurde das Bundesfeuer entzündet. Es brannte schnell und die Flammen loderten hoch über uns.
Wie verließen nach einiger Zeit den Platz und setzten uns mit den Wetzlarer vor den Lagerplatz und tranken gemeinsam ein paar Bier.
Gegen 2.00 Uhr nachts legten wir uns ins Bett und schliefen ein.

21. Tag

21. Tag Fr, 20.8.2004

Nach dem Wecken Frühstückten wir und bauten die Kothe ab. Nach der Morgenrunde wurde der Lagerplatz nach und nach abgebaut. Gegen Mittag war alles geschafft.
Am Nachmittag gab es Spiele. Eine So genannte Lagerolympiade. Doch die wenigsten hatten Lust daran teilzunehmen. Alle warteten auf die Abschlussrunde, um dann zu den Bussen zu gehen.
Um 18.00 Uhr wurde eine Müllkette gebildet, im Anschluss fand die Abschlussrunde statt.
Mit einpaar schönen Worten und dem Lied: “Nehmt Abschied Brüder“ schlossen wir die Runde mit einem „Gut Pfad“ und gingen zu den Bussen.
Erst luden die Stämme ein, die zuletzt aussteigen sollten, dann kamen wir.
Durch unseren schnellen Aufbruch hatten wir uns einen Vierer auf der Fahrerseite reserviert und genossen den Film „Troja“, der als bald gezeigt wurde. Auch auf der Rückfahrt hatten wir Glück. Der Bus war ein moderner Vorführbus der Firma Neoplan.
Nach dem Film kehrte Ruhe ein und nur zwei Haltestellen unterbrachen die Fahrt.

22.Tag

22. Tag Sa, 21.8.2004

Wir wachten gegen halb acht auf. Der Busfahrer teilte uns mit, dass wir bald unser Ziel erreicht hätten.
Nach einer halben Stunde riefen wir zu Hause an. Erst machte der Bus halt in Wetzlar, weil wir bereits durchfuhren und es wäre Blödsinn gewesen, dass der Bus wieder hätte zurückfahren müssen.
Also verzögerte sich unsere Fahrt noch etwas, doch alsbald waren wir in Braunfels angekommen.
Der Bus hielt vor unserem Heimchen und wir stiegen aus, räumten unser Gepäck aus dem Bus und legten das Gemeinschaftsmaterial in den Werkraum.

Nun stellten wir uns noch in einen Abschlusskreis und verabschiedeten uns mit den gewohnten Worten:
„Wir lösen das Band der Hände, doch das Band der Herzen bleibt bestehen! Gut Pfad!“

Jeder ging nun seiner Wege, doch die Fahrt wird allen noch lange in Erinnerung bleiben.

ENDE

Dennis