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Pfingstlager Brexbachtal 2008 PDF Drucken E-Mail

Donnerstag:

Am Donnerstag vor Pfingsten brachen Michi, Dennis und Wolle mit einem geliehenen VW T3 Pritsche von Wolles Bruder ins Brexbachtal bei Koblenz auf. Um 16:00Uhr trafen wir uns am Heimchen und luden den Transporter auf. Nach der Fahrt ins Brexbachtal kamen wir dort um halb 6 an. Wir luden den Transporter an unserem Platz (wir hatten Platz 1) aus. Dennis und Wolle (der Fahrer) fuhren erst nach Bendorf einkaufen. In der Zeit knöpfte Michi alle Planen, sodass wir nach der Rückkehr vom Einkaufen, den genauen Platz der Zelte festlegen konnten. Wir bauten die Wanderkothe, die Sippenkothe und die Jurte auf. Es war ca. 22:00 Uhr als die Dunkelheit hereinbrach. So beschlossen wir, dass wir den Rest der Zelte am nächsten Tag aufbauen wollten. Nun aßen wir zu Abend in der Jurte. Es gab Salat und Erdbeeren mit Sahne. Anschließend ließen wir den Abend an einem misslungenen, rauchigen Feuer (nasses Holz) ausklingen.

Freitag:

Gegen 9:00Uhr standen wir auf (es war eine sehr kalte Nacht) Da wir vom Vortag wussten, dass es sehr heiß tagsüber wurde, beschlossen wir ohne zu Frühstücken schon anzufangen mit dem Aufbau. So bauten wir das Küchenzelt und das Sudan (Wölflingszelt) auf. Wir machten Frühstückspause. Anschließend bauten wir einen großen Fahnenmast auf. Dennis und Wolle fuhren danach Einkaufen für Freitag uns Samstag. In dieser Zeit hielt Michi die Stellung auf dem Lagerplatz. Er wachte mit einem offenen und einem geschlossenen Auge, immer im Blick den Fahnenmast wegen evtl. Fahnendieben. Um halb 3 traf sich der restliche Stamm (21 Leute) am Lahnbahnhof. Um ca. 18:00 Uhr warteten Wolle und Michi am vereinbarten Treffpunkt, dem Sayner Busbahnhof. Doch die Gruppe kam dort nicht an und so musste pfadfinderunüblich das mobile Funknetzwerk der Telekom in Anspruch genommen werden. Über diese moderne Kommunikationsmethode stellte sich heraus, dass die Gruppe am falschen Bahnhof ausgestiegen ist. Und der Sayner Bahnhof war von dort aus mit dem Bus nicht erreichbar. So fuhren Wolle und Michi zum Bahnhof nach Engers und nahmen das Gepäck von uns mit zum Lagerplatz. Danach fuhr Wolle noch mehrere male hin und her um auch die ganze Gruppe zum Platz zu bringen. Nachdem alle nun am Lagerplatz waren, wurden die zelte eingeräumt und zum Abendessen gab es Bratwurst im Brötchen. Nun gingen wir in den gemütlichen Teil über. Wir saßen am Lagerfeuer und sangen. Gegen halb 1 Nachts kamen unsere Platznachbarn und meinten, dass wir nun doch mal leise sein sollten. Wir bejahten dies mehr oder auch weniger und sangen etwas leiser als zuvor weiter. Aber der Eindruck unserer Nachbarn war, dass sie Plastikpfadfinder seien und wir bestimmt noch viel Spaß mit ihnen bekommen würden.

Samstag:

Um halb 9 sind wir aufgestanden und haben danach gefrühstückt. Mitsamt der Trompete von Matthias machten wir einen Fahnenappell, die Fahnen (Stammesfahne, BdP-Fahne, WOSM-Fahne und Deutschlandfahne) wurden gehisst. Danach ging es ins Programm über. Die Wölflinge teilten sich in 2 AGs auf Die einen machten eine Stockkampfgruppe mit Freddy und Niklas zusammen, die anderen bastelten mit Matthias, Timo und Felix Lederbeutel. Die Sipplinge der Sippe Black Pearl bauten aus einem halben Fass einen Fassofen. Sie huben Erde aus und legten in das ausgehobene Loch ein halbes Fass. Dieses bedeckten die mit einer handbreit Erde und heizten es 2 Stunden lang mit trockenem Holz an. Gegen Nachmittag rührten sie einen Brotteig an. Nach ca. 1er Stunde machten sie den Ofen auf und ließen alles abkühlen. Leider mussten wir feststellen, dass es nicht ganz durch gebacken war. Am Abend frittierten wir das Brot zu einer Teigware. Die Wölflinge hatten mittags sehr viel Spaß daran eine Staudamm in den Brexbach zu bauen. Um 6 Uhr aßen wir zu Abend. Es gab, wie an jedem Pfingstlager bei uns, Bohnen mit Kackfleisch, auch Chili con Carne genannt. Nach dem Essen gab es 2 Verletzte bei einem Stockwerfspiel. Felix bekam einen Stock über das Auge, er ließ es kühlen. Bei dem Spiel hat sich Basti einen sehr großen Bambussplitter quer durch den Finger gerammt. Dies war so schwerwiegend, dass er mit den Maltesern ins Krankenhaus musste. Es stellte sich heraus, dass der Splitter ca. 20 cm lang war und quer durch den Finger gegangen war, auch war dies so tief im Finger, dass er nach der Entfernung des Splitters 2 Nächte im Krankenhaus verbringen musste. Leider dauerte dies alles an diesem Abend solange, dass Wolle und Dennis, die mit Basti ins Krankenhaus gefahren waren erst gegen halb 12 zurückkamen. Dadurch war unsere Singerunde bis zu deren Rückkehr doch sehr klein. Trotz alledem sangen wir wieder kräftig und prompt kamen unsere Nachbarn, die sich auch am Vortag schon beschwert hatten wieder zu uns und meinten wir sollten nun aufhören mit singen. Da es aber bei uns im Stamm eine lange Tradition hat ausgiebig abends und nachts zu singen, waren wir langsam sauer auf die Nachbarn. Wir sangen nun weniger, aber die Lautstärke war trotzdem ganz gut. Irgendwann später in der Nacht gingen wir alle schlafen. Unsere Wölflinge schliefen in dieser Nacht ganz gut, da sie den Tag über viel Spaß hatten und ausgetobt waren. Mit dem Wetter hatten wir an diesem Pfingstlager bisher sehr viel Glück, immer strahlendblauer Himmel ohne eine Wolke.

Sonntag:

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, da die letzte Nacht doch sehr flüssigkeitsreich war, standen wir auf. Wir hissten wieder die Fahne samt Fahnenappell und Frühstückten anschließend. Gegen 12:00Uhr inspizierten ein paar Leute das Duschhaus und duschten. Wieder einmal mussten wir feststellen, dass das Duschhaus in unserem Bundeszentrum Immenhausen eine einzige Fehlplanung ist und nicht durchdacht war. Im Gegensatz dazu waren die Duschen hier sehr gut strukturiert und Platz sparend angeordnet. Um 14:00 Uhr gingen die Wölflinge nach Bendorf-Sayen. Dort lernten sie in einem Museum auf spielerische Weise den Abbau des Eisenerzes bis zur Eisenherstellung kennen. In dieser Zeit genoss der Rest der älteren die da geblieben waren die Ruhe und entspannten sich einfach mal. Las alle wie der da waren, spielten wir verschiedene Spiele, wie Brennball und vieles mehr. Unsere Nachbarn kamen noch einmal zu einem Gespräch über unsere Singlautstärke zu uns rüber. Sie meinten, dass ihre kleinen nicht schlafen könnten und wir doch einfach leise sein sollten. Wir könnten unsere Singerunde ja weiter weg verlegen, meinten sie. Zum Abendessen gab es heute leckere Nudeln mit Käse, Schinken, Lauch Sahne Sause. Abends musste Tristen von seinen Eltern abgeholt werden. Später, als es dunkel war brachen alle bis auf Dennis, Lukas und Tristen zu einer Nachtwanderung auf. Wir wanderten bis hoch zu einem Limesturm. In dieser schönen Kulisse, machten wir die traditionelle Halstuchverleihung. 2 aus unserer Meute bekamen das Wölflingshalstuch verliehen. Und auch Julia, die seit ein paar Monaten in der Sippe Wombats ist wurde das Wölflingshalstuch verliehen. Später als wir wieder zurück waren, bekamen die Wölflinge allesamt Schwedenbecher vom Stamm geschenkt, aus diesen tranken dann alle Kinder-Tschaj und wir sangen alle zusammen ein paar Lieder. Die Wölflinge gingen alle ins Bett und wir sangen noch eine zeit lang weiter. Aber keiner wollte so richtig lang wach bleiben, da wir am nächsten Morgen früh aufstehen müssen zum abbauen.

Montag:

Um halb 7 standen wir alle auf. Es war noch sehr kalt und so kamen wir nur schleppend voran. Nach dem Frühstück ging der Abbau dann relativ flott und es klappte alles ganz gut. Das Gepäck fuhren wir wieder mit der Pritsche zu Bushaltestelle und wir liefen dorthin. Wir fuhren mit dem Bus nach Koblenz von dort aus mit dem Zug nach Limburg und da sind wir noch mal umgestiegen. Schließlich kamen wir um 15:20 am Lahnbahnhof an. Alle, vor allem die kleineren ziemlich geschafft von dem Wochenende. Wolle, Dennis und Michi sind mit der beladenen Pritsche um ca. 11:00 Ihr in die Stadt gefahren, haben Basti aus dem Krankhaus geholt und sind zurück nach Braunfels gefahren.


Michi, Matthias